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Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe

Kinder in Beit Hanoun, Gaza

Entwicklungszusammenarbeit

Deutschland unterstützt die Palästinensischen Gebiete seit Anfang der 80iger Jahre unter schwierigen Rahmenbedingungen mit großer Kontinuität und Verlässlichkeit. Als erster Land eröffnete Deutschland 1994 ein "Vertretungsbüro" in den Palästinensischen Gebieten. Seit 1997 gibt es eine offizielle palästinensisch-deutsche Kooperation in der Entwicklungszusammenarbeit.

Deutschland ist eines der größten Geberländer. Seit 2004 arbeiten die beiden großen Durchführungsorganisationen der Deutschen Entwicklungszusammenarbeit (GIZ und KfW Entwicklungsbank) gemeinsam im Deutschen Haus für Entwicklungszusammenarbeit in Al Bireh/Ramallah. Darüber hinaus sind auch die PTB, Physikalisch-Technische Bundesanstalt, sowie die sequa gGmbH im Auftrag der Bundesregierung hier tätig.

Im Fokus der Entwicklungszusammenarbeit stehen zum einen schnell wirksame Maßnahmen zur wirtschaftlichen und sozialen Stabilisierung vor Ort. Die deutsch-palästinensische Zusammenarbeit will zum anderen die Rahmenbedingungen für einen künftigen palästinensischen Staat verbessern, z.B. durch Infrastrukturprojekte, Stärkung der wirtschaftlichen Entwicklung oder durch Unterstützung der Verwaltung auf kommunaler und zentraler Ebene.

Konkret setzt Deutschland mit seinen palästinensischen Partnern Projekte im Wasser- und Abwasserbereich (z.B. Kläranlagenbau) um, unterstützt zusammen mit anderen Gebern den Bildungssektor (z.B. durch Schulbauten), engagiert sich bei der Berufsbildung, Beschäftigungsförderung und Privatsektorentwicklung (z.B. durch lang- und kurzfristige Beschäftigungsmaßnahmen, Ausbildung von Berufsschullehrern und ein Duales Studienprogramm), stärkt die kommunale Ebene (z.B. durch Unterstützung eines palästinensischen Finanzierungsfonds für kommunale Infrastrukturmaßnahmen) sowie die palästinensische Zivilgesellschaft (z.B. durch Beratungen und Schulungen).

Die Palästinensischen Gebiete stehen, gemessen an den Pro-Kopf-Leistungen, mit an der Spitze der Empfängerländer deutscher entwicklungspolitischer Zusammenarbeit. Seit der Gründung der Palästinensischen Autonomiebehörde hat Deutschland die palästinensische Gesellschaft und Wirtschaft mit mehr als einer Milliarde Euro unterstützt.

Zuletzt wurden im Dezember 2017 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 53 Mio. EUR für bilaterale Vorhaben zugesagt.

Daneben werden mit dem Instrument der Übergangshilfe verschiedene Vorhaben deutscher Nichtregierungsorganisationen gefördert, die u.a. einen Beitrag zur Stärkung der Resilienz der Bevölkerung leisten. Außerdem unterstützt die Bundesregierung die Arbeit kirchlicher Träger im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit (Brot für die Welt und Misereor).

Brot für die Welt

Misereor


Deutsche Institutionen in der Entwicklungszusammenarbeit

Folgende deutsche Institutionen engagieren sich im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit in den Palästinensischen Gebieten:

Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)

sequa gGmbH

Ziviler Friedensdienst (ZFD)


Humanitäre Hilfe

Nach VN-Schätzungen sind 2,3 Millionen Menschen in den Palästinensischen Gebieten (PSE) auf humanitäre Hilfe angewiesen (1,3 Mio in Gaza, 1 Mio im Westjordanland), d.h. 51 % der Bevölkerung von 4,5 Millionen im Westjordanland und Gaza.

Verteilung von Lebensmitteln in Gaza
Verteilung von Lebensmitteln in Gaza © © 2013 UNRWA Photo by Shareef Sarhan

Schwerpunkte der deutschen humanitären Hilfe sind Basisgesundheitsversorgung und Schutzmaßnahmen sowie Ernährungssicherung. Wichtigste Partner in der humanitären Hilfe in den palästinensischen Gebieten sind UNRWA, OCHA, IKRK sowie humanitäre NROs. Die deutsche humanitäre Hilfe für Palästinenser in Gaza und dem Westjordanland beläuft sich 2017 auf ca. 24,5 Mio EUR.






Links zu Organisationen im Bereich der Humanitären Hilfe

UNRWA

OCHA

HRP

IKRK in PSE und ISR

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