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Gemeinsam gegen COVID-19

Berufsschulen wurden mit Hilfe der GIZ mit Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln ausgestattet

Berufsschulen wurden mit Hilfe der GIZ mit Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln ausgestattet, © GIZ

02.08.2020 - Artikel

Gemeinsam gegen COVID-19: Deutschland baut seine Unterstützung für die palästinensische Bevölkerung aus


COVID-19 stellt weltweit eine große Herausforderung dar. Außenminister Maas sagte hierzu:

„Das Corona-Virus kennt keine Grenzen. Es trifft insbesondere die Menschen, die besonders gefährdet sind, weil sie in Kriegsgebieten oder Flüchtlingslagern leben oder in Staaten, deren Gesundheitssysteme durch die Pandemie völlig überfordert sind. Hier ist unsere Solidarität gefordert, um das Leiden zu lindern. Gleichzeitig gilt: nur zusammen werden wir die Pandemie dauerhaft besiegen. Sonst drohen immer wieder neue Infektionswellen.“

Als einer der größten humanitären Geber weltweit versucht Deutschland, seiner Verantwortung gerecht zu werden, und unterstützt das internationale humanitäre System bei der Eindämmung von COVID-19 und der Bewältigung der humanitären Folgen.

Auch die Palästinensischen Gebiete wurden von der Pandemie getroffen. Deutschland unterstützt als Teil von TEAM EUROPE seine Partner dabei, die Behandlung von Erkrankten sicherzustellen, eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern und die längerfristigen Auswirkungen abzumildern. Humanitäre Hilfsgelder auch aus Deutschland haben die Vereinten Nationen in die Lage versetzt, schnell Hilfe leisten zu können

Außerdem hat Deutschland seine Entwicklungszusammenarbeit angepasst und zusätzliche Mittel für die neuen Herausforderungen bereitgestellt. So wurden fast 2 Millionen Euro für die palästinensischen Krankenhäuser in Ostjerusalem  bereitgestellt, sowie weitere 300.000 Euro für Testkits und Laborausstattung.


Zudem wurden Kommunalverwaltungen, Berufsschulen die Zivilpolizei  und zivilgesellschaftliche Organisationen mit lokal beschaffter Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln ausgestattet, damit sie ihre Arbeit mit kleinstmöglichem Infektionsrisiko fortsetzen können. Gemeinden und lokale Versorgungsbetriebe erhielten zudem flexiblere Unterstützung, um trotz wegbrechender Einnahmen weiter Dienstleistungen für die Bevölkerung erbringen zu können.


Gleichzeitig hat Deutschland die längerfristigen Folgen der Pandemie nicht aus den Augen verloren, die die Lebensbedingungen der Bevölkerung weiter verschlechtern. Laut Weltbank droht die palästinensische Wirtschaft um 11% einzubrechen, und viele Menschen haben aktuell kein Einkommen mehr. Deutschland hat deswegen im Rahmen seines Engagements für Beschäftigung und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung Instrumente geschaffen, um kleine Unternehmen vor dem Ruin zu retten und so Arbeitsplätze zu sichern. Ein Beispiel ist ein Ideenwettbewerb, um innovative Formen der Heimarbeit zu stärken. Über laufende Programme werden Partnerunternehmen aus der Privatwirtschaft dabei unterstützt, die schwierige Zeit zu überstehen. Ein Schwerpunkt der Kooperation liegt auf dem Tourismussektor, hier werden derzeit mit Unterstützung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit Hygienestandards nach internationalem Vorbild erarbeitet, um im Zeitpunkt der Wiederöffnung Touristen ein sicheres Reiseziel zu bieten.

Ein wichtiger Partner ist das VN-Hilfswerk für Palästinaflüchtlinge UNRWA, das insbesondere im Gazastreifen für einen großen Teil der Bevölkerung zentrale Dienstleistungen wie Gesundheitsversorgung und Bildung bereitstellt. Deutschland hat UNRWA dabei unterstützt, Gesundheitsstationen und Quarantänezentren auszurüsten und den Bildungsbetrieb durch Fernunterricht fortzusetzen. Zudem wurde die Nahrungsmittelhilfe aufgestockt, um diejenigen zu unterstützen, die durch die Krise in noch größere Not geraten sind.

Durch entschlossenes Handeln konnte zunächst ein großflächiger Ausbruch der Pandemie verhindert werden. So wurde wichtige Zeit gewonnen, um die Gesundheitssysteme besser vorzubereiten. Deutschland wird bei der Bewältigung der Krise auch weiterhin an der Seite der palästinensischen Bevölkerung stehen.


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